Ein Projekt zur Stärkung von Frauen und Jugendlichen und zur Förderung des friedlichen Zusammenlebens mit Elefanten durch Unternehmerschulungen, eine lokale Naturölproduktion und Sensibilisierung für nachhaltige Entwicklung.
In den ländlichen Gebieten Tansanias sind die meisten Landwirt:innen Frauen und junge Menschen. Trotz ihres Engagements beim Anbau von Lebensmitteln für ihre Familien und Gemeinschaften stehen sie vor grossen Herausforderungen: eingeschränkter Zugang zu Land, fehlende Schulungen und wirtschaftliche Chancen sowie kaum Mitspracherecht bei Entscheidungen. Diese Schwierigkeiten erhöhen ihre finanzielle Abhängigkeit und treiben viele junge Menschen dazu, ihre Dörfer zu verlassen.
Mensch-Elefant-Konflikte (HEC) und wirtschaftliche Herausforderungen
Ein weiteres Problem für die Landwirt:innen sind Elefantenangriffe. Das Projektgebiet liegt am Kikwati-Wanderkorridor – einer wichtigen Route für Elefanten zwischen dem Saadani-Nationalpark und anderen Schutzgebieten. Durch Abholzung für einkommensschaffende Aktivitäten wie Holzkohleproduktion gelangen Elefanten auf der Suche nach Nahrung immer häufiger auf Felder, zerstören Ernten und gefährden die Sicherheit der Menschen.
Innovative, nachhaltige Zäune zum Schutz von Ernte und Einkommen
Das Projekt wird zusammen mit SA4Ds lokalen Partnerorganisationen Saving Africa’s Nature (SANA) und Human Initiatives for Animals (HISA) umgesetzt. Es unterstützt Frauen und junge Menschen darin, eigene Unternehmen aufzubauen, Naturöl herzustellen und Felder mit lokal produzierten Öl-Chili-Zäunen vor Elefanten zu schützen.
In den Dörfern Gongo, Saadani und Mkange nehmen Frauen und junge Menschen an Unternehmerschulungen teil, die auf dem bewährten sport- und spielbasierten Ansatz von der SA4D basieren. Um das Gelernte praktisch umzusetzen, werden die Teilnehmenden beim Aufbau eigener Betriebe unterstützt. Gleichzeitig stellt eine lokale Ölproduktionsanlage sowohl Einkommen bereit als auch das Rohmaterial für die harmlosen Öl-Chili-Zäune, die Elefanten auf friedliche Weise abwehren. Zusätzlich werden 10 Hektar Land nach der syntropischen Methode von Ernst Götsch wiederaufgeforstet, um Elefanten Nahrung zu bieten und ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Elefant zu fördern.