Bangladesch gehört mit 165 Millionen Menschen zu den bevölkerungsreichsten Ländern der Welt. 35% der Bevölkerung leben jedoch unter der Armutsgrenze. Mangelnde Ausbildungsmöglichkeiten, häusliche Gewalt, aber auch andere psychosoziale Belastungen führen dazu, dass Frauen am stärksten von Erwerbslosigkeit und Armut betroffen sind. Das, obschon sie die Hälfte der Bevölkerung im Erwerbsalter ausmachen. Was, wenn diese Hürden abgebaut werden könnten? Was, wenn Frauen Zugang erhalten zu Ausbildung, Finanzierung und Netzwerken?

Die bangladeschische Regierung hat in den letzten zehn Jahren verschiedene Massnahmenpakete umgesetzt, um Frauen stärker am Wirtschaftsleben zu beteiligen. In ländlichen Gebieten sind diese Massnahmen allerdings nicht vollumfänglich angekommen. Es gibt nach wie vor zu wenig Programme, welche Frauen ausbilden und ihnen den Erwerb neuer Fähigkeiten ermöglichen. Deshalb hat die SA4D das Projekt «Let’s get to Business» ins Leben gerufen. Seit 2019 läuft es im Chittagong-Gebiet im Südosten Bangladeschs.

Gemeinsam Barrieren überwinden

Mit unserer Partnerorganisation vor Ort, der International Organization for Business and Engineering (IOBE), werden 150 erwerbslose oder unterbeschäftigte bangladeschische Frauen in ländlichen Gebieten durch Unternehmertum gestärkt. Die Frauen im Alter von 18 und 45 Jahren erlangen durch interaktive, sport- und spielbasierte Trainings Grundkenntnisse und Fähigkeiten, welche zentral sind, um erfolgreich Klein- und Kleinstunternehmen zu gründen und zu betreiben. Sie erhalten zudem Zugang zu Anschubfinanzierung und zu Mentoring. Ihre Zukunftsperspektiven und Lebenssituation verbessern sich dadurch bedeutend. Denn sie schaffen nicht nur neue und bessere Perspektiven für sich, sondern auch für ihre Familien.

Nachhaltigkeit über das Projekt hinaus

Die SA4D unterstützt nebst den Frauen auch die Weiterentwicklung und die Stärkung der IOBE in ihren organisatorischen Fähigkeiten und ihrem Netzwerk. Nur so kann die Nachhaltigkeit des Projekts gesichert werden, denn die IOBE bleibt bis weit über die Laufzeit des Projekts hinaus vor Ort.