GOALS FOR PEACE – EIN PROJEKT FÜR DEN FRIEDEN
Seit 2011 herrscht in Syrien Krieg. Mehr als 1’660’000 Menschen sind bisher ins benachbarte Jordanien geflüchtet. Die Situation in Jordanien ist trotz den Bemühungen der Regierung die Krise zu meistern angespannt, besonders im Norden des Landes, wo rund 90% aller Geflüchteten leben. Die traumatischen Erlebnisse während dem Krieg und der Flucht haben bei ihnen gravierende Spuren hinterlassen. Mit Sport und Spiel unterstützen die SA4D und die lokale Partnerorganisation Al Bireh mit dem Projekt Goals for Peace die Menschen dabei, ihr Kriegstrauma zu verarbeiten und den Alltag besser zu bewältigen. Im Fokus stehen dabei Sport und Spiel. Seit 2020 läuft das Projekt und hat zum Ziel, mit Fussball das psychosoziale Wohlbefinden von 1’000 Jordanischen und syrischen Kindern und Jugendlichen zu fördern. Durch Friedensbildung sowie sport- und spielbasierte Aktivitäten erwerben die Kinder und Jugendlichen wichtige Lebenskompetenzen. Die positiven Erfahrungen mit Menschen verschiedenster Hintergründe sind besonders im Umgang mit den Traumata wichtig, tragen aber auch massgeblich dazu bei, den sozialen Zusammenhalt wiederherzustellen und fördern den gegenseitigen Respekt und die Konfliktprävention.
Botschafterin für den Frieden
Die 25-jährige Riham ist Syrerin und arbeitet als Coach im Projekt. 2013 kam sie als Geflüchtete in As-Salt, einer Stadt im Westen Jordaniens, an. Durch ihre Mutter erfuhr sie von den neuen Aktivitäten. «Ich liebe Sport und wollte Kindern helfen». Bereits auf der Flucht hat sie in Flüchtlings-Camps Erfahrung im Umgang mit Kindern sammeln können. Ihre Aufgabe als Coach gefällt ihr sehr. «Die Kinder so glücklich zu sehen, stimmt mich positiv. Zu beobachten, wie sie Selbstvertrauen und gute Beziehungen zu den anderen Kindern aufbauen, ist bereichernd». Selbst die Eltern der Kinder würden ihnen das zurückmelden. Das Projekt schenke Vielen wieder Hoffnung, sagt sie. Besonders das Planen und Durchführen der Spiele macht ihr Spass. Nach jeder Aktivität notiert sie, was besonders gut geklappt hat und was sie beim nächsten Mal verbessern will. «Der Fakt, dass ich Syrerin bin, hilft mit, dass syrische Eltern Vertrauen aufbauen können, um ihre Kinder zu unseren Sport und Spiel-Aktivitäten zu schicken. So kann ich eine Brücke bauen zwischen den Kindern aus Syrien und Jordanien». Was sie besonders beeindruckt ist, dass durch das Vermitteln mit Spiel und Sport bei den Kindern viel mehr ankommt als auf die traditionelle Weise. «Sie fragen mich in jeder Stunde, was wir heute diskutieren und welche Spiele wir machen. Für die Kinder fühlt es sich nicht wie lernen an, aber Vieles bleibt ihnen im Gedächtnis. Ich finde den Sport und Spiel-Ansatz super!».