EIN PROJEKT ZUR FÖRDERUNG DER GANZHEITLICHEN ENTWICKLUNG BENACHTEILIGTER KINDER IN INDIEN.
In den ländlichen Regionen rund um Mirzapur im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh ist Bildung noch immer keine Selbstverständlichkeit. Kinderarbeit und der Mangel an Bildungseinrichtungen erschweren die Einschulung. Hinzu kommt, dass die Covid-19 bedingte fast zweijährige Schulschliessung vielen Kindern ohne Zugang zu digitalen Lernalternativen den Wiedereinstieg in den Unterricht erschwerte. Ein solches Lernumfeld verlangt den Schüler:innen viel Stärke und Widerstandsfähigkeit ab, um erfolgreich durch diese zukunftsweisenden Jahre zu navigieren. Für Kinder, welche aus benachteiligten Verhältnissen kommen, ist dies eine umso grössere Herausforderung.
FRÜHFÖRDERUNG FÜR EINEN GUTEN START IN DIE SCHULE
Um den Teufelskreis von Armut und Benachteiligung zu durchbrechen, konzentriert sich die SA4D gemeinsam mit ihrer lokalen Partnerorganisation CREDA seit 2015 auf den Aufbau und Betrieb von Frühförderungszentren. Im Alter zwischen drei und sechs Jahren entwickeln Kinder Fähigkeiten, welche für eine erfolgreiche Schulzeit und eine gesunde Entwicklung unabdingbar sind. Durch den bewährten Ansatz des spielerischen Lernens werden die Kinder in ihrer physischen, kognitiven und sozialen Entwicklung gefördert. So werden sie mit wichtigen Grundlagen ausgestattet, die einen gelungenen Übergang in die Grundschule und eine solide Basis für ihre weitere gesunde Zukunft gewährleisten.
MIT SPIEL UND SPASS ZUM SCHULERFOLG
Um Kinder im Grundschulalter in ihren schulischen Herausforderungen gezielt zu unterstützen, wird ein weiterer Schwerpunkt auf die Bereitstellung von Förderunterricht gelegt. Schüler:innen, die im regulären Unterricht Schwierigkeiten haben, können das ausserschulische Angebot nutzen, um Nachhilfe zu erhalten. Diese Wissensvermittlung erfolgt ebenfalls durch den sport- und spielbasierten Ansatz, der nicht nur den Lernprozess erleichtern soll, sondern den Kindern auch Freude am Lernen vermittelt und sie zu einem regelmässigen Schulbesuch motiviert.
GESUNDE KINDER, STARKE ZUKUNFT
Neben der Bildung ist auch der Zugang zur Gesundheitsversorgung für viele Menschen in der Region unzureichend. Daher kooperiert das Projekt mit staatlichen Gesundheitsbehörden, um sicherzustellen, dass Kinder in den ECD-Zentren notwendige Gesundheitschecks und Versorgung erhalten. Zudem legt das Projekt grossen Wert darauf, den Teilnehmenden Fähigkeiten zum Schutz vor Krankheiten und zur Förderung gesunder Ernährung zu vermitteln. Denn nur gesunde Kinder können ihr volles Potenzial entfalten und erfolgreich lernen.
BASIEREND AUF ENGER ZUSAMMENARBEIT
Um eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern zu gewährleisten, binden die SA4D und CREDA das soziale Umfeld umfassend in ihre Arbeit ein. Eltern, insbesondere Mütter, erhalten die Möglichkeit zum Austausch, wo sie über das Wohl ihrer Kinder lernen und ihre eigene psychosoziale Gesundheit stärken. Nur wenn es den Eltern gut geht, können sie ihren Kindern ein sicheres Zuhause bieten und sie optimal in ihrer Entwicklung fördern. Für die Nachhaltigkeit des Projekts ist ausserdem die Unterstützung der Gemeinden und lokalen Behörden notwendig, weshalb auf einen kontinuierlichen und transparenten Austausch gesetzt wird.