DAS VERTRAUEN ZURÜCKGEWINNEN

Schlafstörungen, Angstzustände, soziale Isolation. Neben physischen Verletzungen hinterlassen Krieg und Gewalt unsichtbare Narben. Im Projekt «Moving Beyond Trauma» im burmesischen Kayin-Staat erarbeiten Frauen Strategien, um mit den Folgen traumatischer Erlebnisse umzugehen. Durch Sport und Spiel schafft die SA4D einen geschützten Rahmen, in welchem sie das Vertrauen in sich selbst und ein Stück Alltagsnormalität zurückgewinnen.

Ma Than Aye ist seit Beginn dabei und hat bislang kein Training verpasst. Die 41-Jährige musste in ihrem Leben mehrmals flüchten, erst wegen der Gewalt, später aus wirtschaftlichen Gründen. Im Kayin-Staat schwelt einer der längsten Konflikte Myanmars. Insbesondere Frauen leiden unter den massiven Menschenrechtsverletzungen gegen die Zivilbevölkerung.

DER SPORTPLATZ ALS ZUFLUCHTSORT

An «Moving Beyond Trauma» gefällt Ma Than Aye die Gruppendynamik beim Sport. «Wir lachen zusammen und reden auch über ernste Dinge». In spielerischen Aktivitäten lernen die Frauen, Probleme anzusprechen und Konflikte friedlich zu lösen. Diese konkreten Erfahrungen helfen ihnen im Alltag. Gleichzeitig ist der Sportplatz ein Zufluchtsort. «Ich bin einfach hier und die Probleme zu Hause sind weit weg», so Ma Than Aye. «Und ich habe gelernt, mich zu entspannen. Das war schwierig.» Nach dem Training sei sie weniger gestresst und der Alltag falle ihr leichter. «Und das ist für alle besser.»